Holzbau-Projekt starten: Welche Leistung passt zu meinem Bauvorhaben?
Ob Neubau, Anbau, Dach, Fassade oder Außenraum: Die passende Holzbau-Leistung richtet sich danach, was gebaut oder verändert werden soll, wie der Bestand beschaffen ist und welche Funktion das Bauteil im Gebäude erfüllt. Der folgende Überblick hilft dabei, das Vorhaben klar einzuordnen und die ersten Informationen für eine Fachbetriebsanfrage zusammenzustellen.
Neubau und Erweiterungen unterscheiden
Ein Holzhausbau umfasst ein neues Gebäude und beginnt mit Grundstück, Raumprogramm und gewünschter Ausbaustufe. Ein Holzanbau verbindet dagegen ein neues Bauteil mit einem vorhandenen Gebäude. Für einen vorgefertigten Anbau müssen Bestandsmaße, Wandanschluss, Bodenhöhe und gewünschte Öffnungen früh bekannt sein. Bei einer Aufstockung in Holzbauweise ist zusätzlich zu klären, ob die vorhandene Konstruktion ausreichende Tragreserven bietet.
Dach und Dachausbau mitbestimmen
Ein Dachstuhl ist das tragende Dachgerüst. Seine Ausführung hängt von Dachform, Spannweiten, Auflagerung und der gewünschten Nutzung darunter ab. Beim Dachausbau muss deshalb nicht nur die gewünschte Raumhöhe, sondern auch das Tragwerkskonzept berücksichtigt werden. Ein offener Dachraum kann andere Anforderungen an Tragwerk und Aussteifung haben als ein einfacher, nicht nutzbarer Dachraum. Dachgauben und weitere Aufbauten verändern die Beanspruchung des Daches und gehören ebenfalls in die Planung.
Holzfassade und Fachwerk sind unterschiedliche Aufgaben
Bei einer Holzfassade geht es um die äußere Haut des Gebäudes. Vorhandene Schichten, Untergrund und Anschlüsse müssen in die Planung einbezogen werden. Eine Holzfassadensanierung betrifft dagegen die Erhaltung oder Verbesserung eines bestehenden Fassadenbereichs. Die Fachwerksanierung bezieht sich auf tragende oder historisch bedeutende Holzbauteile. Hier stehen Bauweise, Erhaltungszustand, Schadensursachen und die erforderliche statische Einordnung im Mittelpunkt.
Außenraum und Wohnfläche auswählen
Holzcarport, Holzgarage, Terrassenüberdachung, Pergola, Holzterrasse, Holztreppe und Holzcarport werden nicht nur nach der gewünschten Optik ausgewählt. Nutzungsbreite, Rangierweg, Gründung, Anschluss an das Gebäude und die erforderlichen Details beeinflussen den Leistungsumfang. Bei einem Balkon müssen Tragstruktur, Absturzsicherung, Entwässerung und der Anschluss an Balkontür und Gebäudehülle gemeinsam betrachtet werden. Zusätzliche Stützen können außerdem eine geeignete Gründung und eine veränderte Fläche unter dem Balkon erfordern.
Leistungsumfang und Schnittstellen klären
Für die Anfrage genügen zunächst Bauziel, ungefähre Maße, Projektort, Fotos oder vorhandene Unterlagen sowie eine Beschreibung des Bestands. Danach kann geklärt werden, welche Leistungen zu Holzbau, Gründung, Haustechnik und Innenausbau gehören. Besonders wichtig ist, wer beispielsweise Bodenplatte, Fenster, Dachdeckung, Installationen und Oberflächen übernimmt. Die Übergänge zwischen diesen Gewerken müssen geplant werden, damit das Holzbauteil später zuverlässig angeschlossen werden kann.
Vor der Fachbetriebsanfrage festhalten
Notieren Sie zunächst, ob Sie ein Gebäude neu bauen, ein Bauteil ergänzen, ein vorhandenes Bauteil sanieren oder einen Außenbereich gestalten möchten. Beschreiben Sie außerdem die vorhandene Situation und das angestrebte Ergebnis. Bei einem Bestandsprojekt helfen Maße, Bauweise, erkennbare Schäden und vorhandene Pläne. Bei einem Neubau sind Raumprogramm, Geschossigkeit, Ausbaustufe und Lage des Grundstücks eine gute Grundlage. Diese Angaben machen sichtbar, welche weiteren Prüfungen und Entscheidungen noch offen sind.